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  • AutorenbildSamarraLeFay

Der Imp - Teil 2

Aktualisiert: 26. März 2023

„Aufwachen, du Schlafmütze.“ Der Imp zerrte an Londris Schnurrbart, bis dieser die Augen öffnete.

Londri schlug ihn zur Seite und zog sich die Decke über den Kopf.

„Komm schon. Es ist Zeit, du musst dich beeilen.“

„Beeilen? Wohin?“

„Du musst doch die Gänge auskundschaften.“

Londri grummelte, aber schlug die Bettdecke zurück. In Zeitlupe rollte er aus dem Bett und zog sich an. Der Imp flog ungeduldig um seinen Kopf herum.

„Können wir jetzt los?“

„Mhm.“

Der Imp landete auf Londris Schulter. Mit Schwung öffnete dieser die Tür und stampfte hinaus. Er steuerte direkt zum Gemeinschaftsraum.

„Was machst du? Zu den Gängen geht es in die andere Richtung.“

„Muss ... Essen.“

Londri schnappte sich eine Schüssel Haferbrei.

„Siehst du das? Alle Gnome sitzen in Dreiergruppen zusammen.“

Londri schaute über den Schüsselrand. Der Imp hatte recht.

„Das muss doch was bedeuten.“

Ein ungutes Gefühl braute sich in Londris Bauch zusammen.

„Und dort hinten. In der Küche arbeiten zweimal drei Gnome an jeweils drei Töpfen. Drei! Wie die Anzahl der Schmiedkesselfeuerzufuhrrohre.“

Hatte der Imp recht? Gab es da einen Zusammenhang? Londri schluckte den letzten Bissen runter. Er nahm die leere Schüssel, brachte sie zur Sammelstelle und verließ den Gemeinschaftsraum.

„Erkunden wir jetzt die drei Gänge?“

„Mhm.“

„Londri!“

Londri drehte sich um und schaute, wer ihn gerufen hatte. „Klion“, grummelte er.

„So früh schon wach?“

Londri schaute sich um. Der Imp war weg.

„Dachte, ich versuche mal etwas Neues.“

Klion legte seinen Kopf schief. „Soso. Interessant. Du weißt, es gibt kein zurück mehr für dich. Du kannst froh sein, dass man dich noch im Heizkessel schuften lässt. Nachdem was du getan hast“

Londri ließ den Kopf hängen. „Das ist nun schon fast ein Jahrzehnt her und ich habe meine Busse getan.“

Klion schnalzte. „Tzt.“

„Willst du etwas besonderes? Ansonsten würde ich gerne meinen Dienst verrichten.“

„Nein, nichts. Ich wollte nur drei kleine Worte mit dir wechseln.“

Schon wieder drei. Siehst du? Er ist Teil davon! Londri hörte die Stimme des Imps in seinem Hinterkopf.

„Es waren mehr als ...“, Londri machte eine bedeutende Pause, „drei Wörter.“

„Das sagt man so, du Tiefengnom.“

„Selber Tiefengnom.“ Mit diesen Worten ließ er Klion stehen.

Was für ein Idiot. Vielleicht kannst du dich irgendwie rächen.

„Sei still“, nuschelte Londri in seinen Bart.

Londri betrat die Gänge zum Heizkessel. Heiße Luft drückte ihm gegen die Lunge. Jeder Atemzug brannte und hinterließ eine Narbe. Oh wie er es hier hasste.

Wozu dienen diese Rohre?

„Das sind die Kühlsysteme, wenn der Heizkessel überdampft, wird der Kessel mit Wasser abgekühlt.“

Siehst du, da vorne teilen sich die fünf Rohre in die Gänge auf. In unserem Gang verbleiben drei Stück.. Drei! Die Zahl verfolgt uns.


Fortsetzung folgt ...




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